Titel: Die Tote vom Naschmarkt
Autor: Beate Maxian
Genre: Krimi
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442475841
Form: Taschenbuch, 352 Seiten
Preis: 8,99 €
Leseprobe: Leseprobe bei Goldmann

Klappentext:

Von ihren Freunden wird die Journalistin Sarah Pauli gerne wegen ihres Aberglaubens gehänselt. Doch dann gehen in der Redaktionspost drei abgetrennte Finger ein, die zur Schwurhand einer Frauenleiche gehören, die am Wiener Naschmarkt gefunden wurde. Die Tote war Entlastungszeugin in einem Vergewaltigungsprozess, den der prominente Anwalt Harald Koban gewonnen hat. In der Nacht nach dem Prozess überfährt Koban eine Katze – tags darauf erhält Sarah wieder Post: das Bild einer schwarzen Katze und eine unheilverkündende Nachricht…

Inhalt:
Auch dieses Mal hat Koban es wieder geschafft, dass sein Mandant, trotz Anklage zur Vergewaltigung, freigesprochen wird. Und eigentlich ist das nichts, was Sarah Pauli rein beruflich interessieren würde. Wären nicht Daumen, Zeige- und Ringfinger der entlastenden Zeugin, auf dem Schreibtisch der jungen Redakteurin gelandet.
Pauli beschäftigt sich in ihrer Kolumne mit Aberglauben und erkennt sofort, dass es sich hierbei um die Schwurfinger handelt. Doch warum sind diese ausgerechnet bei ihr gelandet?
Als sich die Redakteurin aufgrund dieser Zusendung näher mit dem Fall beschäftigt, wird ihr langsam aber sicher klar, dass dieser Fall ganz und gar nichts Übersinnliches an sich hat, sondern sie gezielt als Spielfigur eingesetzt wird.

Meine Meinung:
Hauptsächlich ist mir dieser Krimi ins Auge gesprungen, da er den schönen Untertitel “Ein Wien-Krimi” trägt und wer mich kennt, der weiß, wie vernarrt ich in diese Stadt bin.
Aber natürlich hat mich auch die Geschichte interessiert.
Zunächst zum wiener Anteil…der kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz. Nur ganz wenige Dialoge finden im wiener Schmä statt, es werden kaum Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten der Stadt mit in die Geschichte eingewoben. Um genau zu sein, hätte dieser Krimi fast überall spielen können. Das fand ich persönlich sehr schade.
Diese kleine Enttäuschung hat die Geschichte an sich jedoch locker wieder wett machen können. Die Erzählpersepektive wechselt immer wieder zwischen sehr vielen Protagonisten, jedoch weiß man durch sehr gute Charakterisierung immer sofort in welcher Perspektive man sich gerade befindet.
Auch schafft es dieses Buch, trotz der großen Einsicht in die verschiedenen Charaktere, den Leser bis kurz vor Schluss zwar erahnen zu lassen, wer der Böse ist, jedoch nie ganz sicher werden zu lassen.
Der tragende Aspekt des Aberglaubens hat mir sehr gut gefallen, da es nicht nur mal eine Abwechslung ist zu den typischen Ermittlungsperspektiven, sondern auch das eigene Hintergrundwissen ganz nebenbei erweitert.

Fazit:
Sehr spannender, gelungener Krimi mit tollen Charakteren und Ideen. Leider kommt das Wien jedoch nicht wirklich durch.

Wertung:
Handlung:
★★★★★
Charaktere:
★★★★★
Glaubwürdigkeit:
★★★★☆
Schreibstil:
★★★★☆
Aufmachung:
★★★★☆
Preis / Leistung:
★★★★★
Insgesamt:
★★★★½

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar an:

 

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