[Rezension] Der Asteroid ist noch das kleinste Problem von Katie Kennedy

x Autorin: Katie Kennedy
x Übersetzerin: Julia Gehring
x Titel: Der Asteroid ist noch das kleinste Problem
x Originaltitel: Learning to swear in America
x Genre: Jugendbuch
x Erscheinungsdatum: 21. März 2017
x bei Planet!
x 368 Seiten
x ISBN: 3522505506
x zur Leseprobe: *klick*
x erste Sätze: Im All gibt es keine Luft. Und deshalb raste der Asteroid in absoluter Stille auf die Erde zu. Von den zwei Objekten, die Richtung Nordamerika flogen – dem Asteroiden BR1019 und der amerikanischen Militärmaschine aus Moskau, die Yuri Strelnikov transportierte -, machte nur dessen Flugzeug ein Geräusch.

Klappentext:

„Willst du wissen, wie ich mich anfühle, wenn ich mich an dich drücke?“, fragte Luna
„Ähm, ja bitte.“
„Aber du kannst es nicht berechnen.“
„Doch, könnte ich eigentlich schon. Wenn ich Dichte deines Gewebes wüsste und Kraft, die es auf meine Mechanorezeptoren ausübt …“
„Yuri, das ist die Stelle, an der du deinen Mund hältst und mich in den Arm nimmst.“
„Okay. So kann man es auch machen. Ich bin halt einfach mehr theoretischer Typ als experimenteller.“
„Zeit fürs Labor, Einstein.“
„Du hast recht.“ Er räusperte sich und legte einen Arm um sie.

Luna, 16, Hippie-Mädchen, hebt Yuris Welt aus den Angeln. Dabei müsste das Mathegenie eigentlich gerade die Menschheit retten …

Rezension:

Bei Katie Kennedys „Der Asteroid ist noch das kleinste Problem“ fand ich bereits den Titel charmant, und als ich den Klappentext gelesen hatte, stand fest: Will ich unbedingt lesen! Die gute Nachricht: Ich hatte mir nicht zu viel versprochen.

Die Story ist aus Sicht der dritten Person erzählt, wobei aber die ganze Zeit der 17-jährige Protagonist der Story begleitet wird. Yuri ist ein absolutes Physikgenie aus Russland und soll mit anderen Superhirnen der Welt diese vor einem riesigen Asteroiden retten. Ganz schön viel Druck für einen Teenie, sollte man meinen, zumal ihn keiner seiner älteren Kollegen wirklich ernst nimmt, obwohl Yuri doch ganz nah dran ist, des Rätsels Lösung zu finden. Doch die wirkliche Herausforderung ist für ihn ein Hippie-Mädchen namens Luna, das er durch Zufall in einer kleinen Pause außerhalb des Gebäudes kennenlernt.

Ich mochte dieses Buch sehr. Es ist locker und flüssig geschrieben – typisch Jugendbuch eben -, die Dialoge sind witzig plus teilweise dazu noch richtig tiefgründig und ich weiß jetzt endlich, warum Menschen mit russischer Muttersprache in anderen Sprachen oft die Artikel weglassen: weil es im Russischen keine gibt. Ich bin immer noch ganz hin und weg von diesem Aha-Erlebnis :-D. Dementsprechend authentisch sind auch Yuris wörtliche Reden – man merkt, dass er nicht in seiner Muttersprache spricht, und das fand ich einfach nur liebenswert.

Doch während sich zwischen Luna und Yuri eine lockerleichte Liebesgeschichte entwickelt, bringt der auf die Erde zurasende Asteroid einen bedrohlichen Aspekt mit in die Story, und ich habe am Ende mit Yuri den Atem angehalten. Zwar gibt es am Ende noch ein anderes Problem zu lösen, aber happyendverwöhnte Leser kommen trotzdem auf ihre Kosten.

„Der Asteroid ist noch das kleinste Problem“ ist für Jugendliche ab 13 ebenso geeignet wie für Erwachsene, die Jugendbücher mit Situationskomik und einer Prise Ernst des Lebens mögen.

Fazit:

Eine tolle Geschichte, in der sich ein etwas weltfremdes russisches Physikgenie mit zwei Naturgewalten konfrontiert sieht: einem Asteroiden, der auf die Erde zurast, und der ersten Liebe.

Bewertung:

Über die Autorin (lt. Klappentext):

Katie Kennedy unterrichtet Geschichte. Als sie einmal in einer Feuerwache Unterricht geben musste, sprang bei jedem Feueralarm die gesamte Klasse auf und verließ den Raum. Das war allerdings nicht ihr einziger Notfall-Einsatz: Um überzeugende Unfallszenen schreiben zu können, machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Katie lebt mit Mann, Tochter und Sohn in Michigan, USA, genauso wie eine Million Fledermäuse.

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