[Statistik] Februar, März und April 2017

Lesestatistik

Gelesen:

Februar:
x Fettlogik überwinden von Nadja Hermann 4/5

März:
x Die Spiegelstadt von Justin Cronin 3/5

April:
x Kreide fressen: Mein zerfetztes Leben von Anna Silvia 3/5
x Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom von Jonathan Stroud 5/5

Angefangen aber noch nicht beendet:

Februar:
Kein neues Buch angefangen

März:
Kein neues Buch angefangen

April:
x Fahrenheit 451 von Ray Bradbury
x Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

Neu im Regal:

Februar:
x Transsurfing – Die Realität ist steuerbar von Vladim Zeland
x Kreide fressen: Mein zerfetztes Leben von Anna Silvia
x Chakra Praxisbuch von Kalashatra Govinda

März:
x Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz
x Vergessene Kinder von Luna Darko
x Dark Horses von Cecily von Ziegesar
x Christine Bernard: Der unsichtare Feind von Michael E. Vieten

April:
x Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman
x Der Asteroid ist noch das kleinste Problem von Katie Kennedy
________________________________________

In Zahlen:

Gelesene Seiten: 2.160
ø pro Tag: 24,3

Fertig gelesene Bücher: 4
Angefangen aber unbeendet: 2

Neue Bücher: 9
Davon
– Rezensionsexemplar: 7
– geschenkt bekommen: 2

Gefundene Zitat-Schätze
im Februar: 2 *klick*
im März: keine
im April: 5 *klick*

Posted in Statistik | 1 Comment

[Challenge+Buchzitate] Gesammelte Schätze im April 2017

Lockwood & Co.: Das flammende Phantom von Jonathan Stroud

Ein Raum, in dem Gefühlsausbrüche stattfanden, alte Eifersüchteleien aufflammten und Intimität in Hass umschlug. Schlafzimmer bringen mehr Geister hervor als alle anderen Räume.
(Seite 16)

[…] wie die Menschen, so auch ihre Häuser: Hinter einem lächelnden unschuldigen Äußeren kann sich eine schwarze Seele verbergen, und dem Haus Nummer 7 sah man von außen überhaupt nichts an.
(Seite 121)

Schon seltsam, wie präsent die Dunkelheit auch dann ist, wenn einem alles klar und hell erscheint.
(Seite 190)

Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Was uns not tut, ist nicht, verschont zu werden. Was uns not tut, ist von Zeit zu Zeit richtig aufgestört zu werden.
(Seite 61)

Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

„Du siehst, Studiosus, es ist ein Hund und kein Gespenst. Er wedelt. Alles Hundebrauch.“
(Seite 28)

Posted in Buchzitate, Challengehörnchen | 4 Comments

[Blog] Offene Worte oder Lektorin vs. Freizeitleserin

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mal unverblümt schreiben, warum es hier so still ist, und das wird nicht so leicht sein, weil ich mir damit auch selbst etwas eingestehen  muss.

Ich habe im Februar und März im privaten Rahmen nur zwei Bücher gelesen und ich habe seit Monaten keinen Bock mehr auf Bibliofeles.

Puh, jetzt ist es raus. Eigentlich wollte ich so etwas erst am Schluss schreiben, statt mit der Tür ins Haus zu fallen, andererseits liegt hier genau das Problem: Ich erlaube es mir seit Monaten (wenn nicht sogar seit ein, zwei Jahren?) nicht mehr, mich auf Bibliofeles frei zu entfalten.

Aber mal von vorne:
Ich habe Ende 2010 mit dem Buchbloggen angefangen und damit eine Leidenschaft für mich entdeckt. Gelesen hab ich schon immer viel, aber endlich hatte ich auch eine Möglichkeit gefunden, in einem Alltag voller „Nichts“ etwas zu tun, das für mich einen Sinn ergab. Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen – das Buchbloggen hat mich damals, in einer Zeit, in der ich sehr krank war, einigermaßen über Wasser gehalten und ist mit mir über die Jahre hinweg gewachsen.

Den ersten Knick im Bloggerleben gab es dann 2015, als ich wieder viel Zeit im Pferdestall verbrachte und neben dem Beruf und der nebenberuflichen Selbstständigkeit als Lektorin einfach kaum noch Platz war, privat ein Buch zu lesen, geschweige denn, darüber zu schreiben. Aber weil mir Bibliofeles am Herzen liegt, hab ich trotzdem irgendwie weitergemacht.

2016 dann die Entscheidung, dass ich nur noch als Lektorin arbeiten möchte und mich aus meinem Angestelltenverhältnis löse. Ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Nie. Aber womit ich absolut nicht gerechnet hatte war, dass sich der Buchberuf irgendwie mit meinem Dasein als Freizeitleser überschneiden könnte, und da spreche ich jetzt nicht nur vom zeitlichen Aspekt. Das Problem liegt tatsächlich hauptsächlich im gewachsenen Anspruch – sowohl an Bücher als auch an mich selbst.

Ich habe früher nie Bücher abgebrochen, habe tatsächlich jeden Mist tapfer bis zum bitteren Ende gelesen und dann noch eine Rezension darüber geschrieben. Das kann ich heute nicht mehr. Sobald ich merke, dass ein Text kein Lektorat durchlaufen hat (oder noch schlimmer: kein Korrektorat), kann ich es nicht mehr lesen. Einerseits, weil ich in Gedanken ständig verbessere, andererseits weil ich nach und nach immer genervter werde, weil ich doch eigentlich nur privat unterhalten werden wollte und stattdessen indirekt mit Arbeit konfrontiert werde (und so sehr ich meinen Job mag – ich möchte nach Feierabend tatsächlich Feierabend haben ;D) … und dann kommt auch noch der innere Konflikt, dass ich weiß, der Autor möchte eine Rezension und ich kann ihm nur eine fachlich vernichtende schreiben, weil das Buch einfach noch nicht fertig ist … mal ganz davon abgesehen, dass ich in meiner Freizeit einfach keinen Bock auf Fachliches habe.

Aber das ist natürlich nicht das Hauptproblem. Meine Lösung lautet hier aktuell, dass ich einfach keine Selfpublisherbücher mehr als Rezensionsexemplar annehme, selbst wenn die Story noch so interessant klingt.

Ein anderes Problem ist der Anspruch an mich selbst. Ich arbeite als Lektorin und Korrektorin – Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik gehören zu meiner täglichen Arbeit und selbstverständlich kann ich das. Aber trotzdem bin ich nur ein Mensch und baue im schnellen Tippen den ein oder anderen Fehler ein oder vergesse auch mal ein Komma. Das passiert auch anderen Buchbloggern und theoretisch ist das nicht schlimm – ist ja nur ein Hobby. Aber ich muss davon ausgehen, dass auch potenzielle Kunden hier rumschleichen, und wie blöd kommt das denn, wenn ich hier Fehler in meine Texte baue. Also lese ich meine Texte nach dem Schreiben noch mal durch … und weil man ja als Schöpfer des Textes schnell betriebsblind ist, lasse ich auch meinen Mann noch mal drüberlesen … zweimal. Und das nimmt natürlich Zeit in Anspruch. Zeit die ich nicht habe, die er nicht hat und … mja – schwuppdiwupp wird Bibliofeles zur stressigen Arbeit statt zum Vergnügen. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Inhalt der Rezensionen, den ich selbstkritisch gefühlte hundertmal überarbeite.

Fest steht also, dass ich mich entscheiden muss. Möchte ich Bibliofeles professionell mit dem Lektorat verbinden? Oder möchte ich das hier endlich wieder nur zum Spaß machen und bewusst auf übertriebene Professionalität verzichten? Vielleicht sollte ich mir sogar erlauben, meine Rezensionen hier kurz zu halten?

Ja, ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, ganz aufzuhören. Aber … ich hab so viel Zeit in den Blog gesteckt und eigentlich mag ich es ja auch, hier über Bücher zu schreiben. Nur eben nicht mehr so, wie seit etwa ein, zwei Jahren, sondern mit Freude.

Ich bin gespannt, wie sich die Sache entwickeln wird. Fest steht auf jeden Fall, dass ich das Layout überarbeiten möchte. Ich fühl mich hier auch optisch nicht mehr sonderlich wohl.

Bis bald, ihr Lieben <3.

Posted in Bibliofeles & Persönliches, Statistik | 3 Comments

[Challenge+Buchzitate] Gesammelte Schätze im Februar 2017

Die Spiegelstadt von Justin Cronin

Es sei eine Bibliothekarsgewohnheit, sagte Hollis, aus den kleinsten Details einen Fetisch zu machen.
(Seite 479)

Wie wunderbar, sich vorlesen zu lassen. Aus dieser Welt hinaus in eine andere getragen zu werden, auf den Flügeln der Wörter.
(Seite 486)

Posted in Buchzitate, Challengehörnchen | 2 Comments

[Gastrezension|Marco] Die Villa – Schaukelspiel zwischen Fiktion und Wahrheit von P.E. Dangelmaier

hier erhältlich *klick*

x Autor: P.E. Dangelmaier
x Originaltitel: Die Villa – Schaukelspiel zwischen Fiktion und Wahrheit
x Genre: Historischer Roman
x Erscheinungsdatum: 01. Dezember 2016
x bei: Prodesign
x 120 Seiten
x ISBN: 3981846702
x Erste Sätze: Die Schiffsglocke schlug drei Glasen, als der Adjutant des Kapitäns mit einer Zigarette im Mundwinkel an Deck ging. Die Nacht war auffallend ruhig und sternenklar, nur im Süden waren im vom Bürgerkrieg gebeutelten Mexiko einige kleinere Wolken zu sehen. Es war Anfang Juli im Jahr 1914. Der Adjutant dachte an die schöne Esperanza, die er vor drei Monaten auf Landgang kennengelernt hatte.

Klappentext:

Anfang des 20. Jahrhunderts – Kapitän Adjutant Canaris soll den Kleinen Kreuzer SMS Dresden, beladen mit Wertgegenständen deutscher Bürger, vom bürgerkriegsgebeutelten Mexiko aus in den deutschen Heimathafen bringen, wird aber unterwegs durch Einwirkung der britischen Flotte in der Cumberland-Bucht versenkt.
Später führt das Schicksal Wilhelm Canaris mit dem Ingenieur Gustav Winter zusammen, der mit Planung und Bau einer deutschen U-Boot- und Marinebasis auf Fuerteventuras Halbinsel Jandìa beauftragt wird. Auf einer geheimen Mission soll ein Team fähiger Männer den versunkenen Goldschatz der SMS Dresden bergen, was auch gelingt. Doch zurück in der Basis geht etwas schief und die zwölf Tonnen Gold gehen den Deutschen in einer Höhle auf Fuerteventura erneut verloren …

Rezension:

Nachdem ich die „Die Villa“ von P. E. Dangelmaier ausgepackt hatte, stach mir als erstes die tolle Aufmachung ins Auge. Das schlichte, aber irgendwie edle Design und die einfache Zeichnung geben ein schönes Gesamtbild ab. Gefällt mir!

Ein kurzes Überfliegen des Klappentextes: „… auf einer geheimen Mission soll ein Team fähiger Männer den versunkenen Goldschatz der SMS Dresden bergen …“, und sofort hatte ich Szenen aus beliebten Abenteuerfilmen im Kopf. Furchtlose Helden, die Kopf und Kragen riskieren, um an das begehrte Gold zu gelangen. Zugegeben: Meine Vorfreude war sehr groß.

Allerdings wurden meine Erwartungen ziemlich schnell enttäuscht. Schon nach wenigen Zeilen wurde klar: Hier handelt es sich nicht um einen actiongeladenen Abenteuerroman oder gar einen mitreissenden Thriller. Dieses Buch ist viel mehr eine Art Aufzeichnung der Geschehnisse rund um den versunkenen Goldschatz der SMS Dresden.

In diesem Roman gibt es keinen Platz für starke Charaktere zu denen man während des Lesens eine Bindung aufbauen könnte. Recht nüchtern und emotionslos werden die Ereignisse geschildert und teilweise logbuchartig dargestellt. Nebenhandlungen sucht
man hier ebenfalls vergebens.

Nachdem ich mich aber quasi damit abgefunden hatte, dass es nicht so sehr um Unterhaltung, sondern eher um den geschichtlichen Hintergrund geht, hatte ich mich doch recht schnell in die Story vertieft. Ich muss zugeben, ich lese nicht sehr schnell und brauche oft lange, bis ich ein Buch beendet habe. „Die Villa“ hingegen lässt sich problemlos an einem Nachmittag verschlingen. Hier kommen dem Gelegenheitsleser die nur 116 Seiten entgegen, zudem ist das Buch vom Format her recht klein. Die Schreibweise ist klar und verständlich, so verfliegt Seite für Seite.

„Die Villa“ hat mir am Ende doch recht gut gefallen. Der Leser bekommt hier eine solide Story, angesiedelt in den Wirren des 1. und des 2. Weltkriegs, ganz nach dem Motto: So oder so ähnlich KÖNNTE es sich zugetragen haben. Wer einen packenden Roman mit geistreichen Dialogen oder verschiedenen Handlungssträngen erwartet, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer aber nach einer spannenden, detailliert aufgezeichneten Geschichte sucht, wird hier fündig. Die im Buch enthaltenen Skizzen verstärken
den sachlichen Eindruck und geben dem ganzen eine extra Portion Authentizität. Liegt dieser ominöse Goldschatz wirklich an diesem Ort?

Wer sich für geschichtliche Ereignisse rund um den 1. und den 2. Weltkrieg interessiert, hat mit diesem Roman eine gute Grundlage für Spekulationen.

Fazit:

Ein versunkener Goldschatz der seit Jahrzehnten darauf wartet, geborgen zu werden – Fiktion oder Wahrheit? Eine Antwort auf diese Frage erhält der Leser nicht, ebenso wenig einen spannungsgeladenen Unterhaltungsroman, aber dafür eine faszinierende „Sachgeschichte“, die reichlich Platz für Mutmaßungen
lässt. Kurz und bündig: überraschend anders als erwartet!

Bewertung:

Posted in Historischer Roman, Rezensionen, Sachbuch & Ratgeber | Tagged , , , , , , , , , , , , , | Leave a comment